"Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.."  1. Johannes  4,16

Das ist schon so etwas mit der Gleichung. In der Schule lernten wir schon:             
1 + 2 = 3 und dann ist 3 = 1 + 2 (oder 3 =  2 + 1). Was vor dem Gleichheitszeichen steht muss im Ergebnis, nach dem Gleichheitszeichen auch gleich sein.

Wenn wir das auf Gott übertragen: Gott ist die Liebe = die Liebe ist Gott, dann geht das nicht mehr voll auf. Wohl ist Gott die Liebe, aber nicht alles, was wir heute unter Liebe verstehen, ist Gott. Wenn das so gleich aufginge, dann wäre jede Liebe unter Freunden, die Nächstenliebe, die Feindesliebe, die Erotik und der Sex mit allen seinen Ausprägungen gleich Gott. Dann würden wir Gott in seiner ganzen Seins- und Wirkungsweise im Menschen erfahren. Die Konsequenz wäre dann: Was der Mensch nicht leisten kann, wäre Gott auch nicht möglich.  Gott wird auf die Möglichkeiten des Menschen eingegrenzt.

Gott aber als Schöpfer der Welt geht im Geschöpf nicht auf. Er bleibt immer der Schöpfer und der Mensch sein Geschöpf.