Jesus Christus: "Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.Lukas 13,30

 

Ja, zu den Ersten zu zählen, das ist der Traum jedes Menschen.

Das merkten wir schon in der Schule, wenn es um Sport ging. Wurden zwei Mannschaften gewählt, wollte jeder gleich gefragt sein und gewählt werden. Zu den Letzten zu zählen, hieß dann eben, na ja, d e n  müssen wir auch noch nehmen.

Im Schulunterricht zu den Ersten mit besten Noten zu gehören oder später in der Ausbildung und im Studium, das strebten viele an. Wer nicht mithalten konnte, der hatte mit sich ein Problem.

In der Arbeitswelt ging diese Lebenspraxis weiter. Wer nicht überaus begabt und angesehen war, mit dem konnte man keinen guten Start machen. Der blieb einfach zurück und musste eine geringere Arbeit übernehmen.

Und so ist es ja auch in der Wirtschaft, im Wissenschaftsbereich und in der Politik. Jeder strebt nach oben, muss sich durchsetzen und viele auf seine Seite bringen, um Erster zu sein oder zu den Besten zu gehören. Wer das nicht schafft, bleibt eben im Mittelmaß und unauffällig.

So schön das auch ist, zu den Ersten zu gehören, so kommt doch die Verantwortung dazu, auch diesen erreichten Platz zu halten und auszuweiten.

Erster zu sein und Erster zu bleiben, ist ein hoher Anspruch an jeden selbst. Wenn einer das nicht durchhält, steht er leicht in der Gefahr, seine Stellung zu verlieren und rutscht ab ins Bedeutungslose. Damit sind dann viele soziale, finanzielle und persönliche Konsequenzen verbunden. Leicht kann man dann vom Ersten zum Letzten werden.

Jesus nimmt diese sprichwörtlich, unterschiedlich wiedergegebene, Wendung auf. Dabei geht sein Blick weit über Zeit und Raum hinaus. Wer auf Erden Ansehen, Reichtum und Macht erreicht hat, hat dieses noch nicht für die Zukunft des Reiches Gottes.  

Das gilt auch für das Volk Gottes, also Israel.

Einst  wurde es von Gott in Abraham gerufen und zum großen Volk als Segen für die Völkerwelt gesetzt. Durch Mose aus der Sklaverei in Ägypten herausgeführt bis an die Grenzen des neuen von Gott versprochenen Landes gebracht. Dann folgt die Einnahme des Landes unter der Führung Josua. Später folgt unter dem König David die größte Landausweitung, die immer noch nicht die von Gott gewollte Größe erreichte. Wir haben es also mit einem außergewöhnlichen Volk zu tun, zu dem Gott sich in der Geschichte der Völkerwelt bekannt hat. Nur Israel weiß um die Offenbarung Gottes am Sinai mit den 10 Geboten als Wegweisung für das Leben. Nur Israel erlebte die Führung in der Feuer- und Wolkensäule durch Gott in der Wüste. Nur in der Kraft Gottes konnte es die Feinde überwinden und das neue Land einnehmen. So konnte Israel Gott im Tempel dienen, Zeuge seiner Gegenwart in der Völkerwelt sein und offen bleiben für die weitere Gottesoffenbarung, wie sie dann in Jesus Christus wahr wurde.

Dieses Volk der Juden gehörte zu den Ersten, von denen Jesus  spricht:

gesetzt zum Segen für die Völker.

Doch dieses Volk hat wiederholt seine  Berufung verspielt bis dahin, dass es Jesus Christus als den Messias(Gesalbten)Gottes  in der Masse ablehnten.

Sie blieben verhaftet in ihrer religiösen Tradition und verweigerten sich Jesus Christus, in dem Gott zuletzt gesprochen hat(Hebräer 1,1 - 4).

So spricht Jesus von den Juden als den Letzten, die anderen Ersten Platz machen müssen - und er weist damit schon auf das Ende der Welt hin.

Dann wird es so sein:

Heiden, Menschen außerhalb von Israel, haben sich aus der gelebten Gottlosigkeit durch das Evangelium herausrufen lassen. Sie sind Erste Gottes geworden, weil sie im Glauben an Jesus Christus in Wort und Tat als Zeugen Gottes für die Völker lebten.

So werden aus Erste Letzte Gottes und aus Letzten Erste Gottes.

Doch wir alle haben als Christen, die wir aus dem Heil in Jesus Christus leben, keinen Grund, auf jene in Israel oder auch auf Christen vor unserer Zeit zu zeigen. Vielmehr haben wir das mahnende Wort Jesu zu hören; denn wer heute zu den Ersten Gottes gehört, kann leicht zu den Letzten Gottes werden, wenn er sich  nicht an Jesus Christus und zu seiner Gemeinde hält. Nur wer im Glauben an Jesus Christus sein Leben in allen Höhen und Tiefen durchhält  und Jesus Christus in Worten und Taten bekennt, nur der kann und wird Erster Gottes bleiben. Das wird die Zukunft dann offenbar machen, wenn Gott zu uns das letzte Wort spricht.

Möchten Sie nicht ab jetzt auch zu den Ersten Gottes gehören, die das Leben im Glauben an Jesus Christus durchhalten, bis Gott sein anerkennendes Wort zu uns spricht?

Siegward Busat.