Jesus Christus: "Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut."Lukas 15,10

Woran kann sich Gott eigentlich freuen?

Gewiss an den Blumen, den Vögeln unter dem Himmel, den reifenden Früchten im Garten und auf dem Feld. Da lacht sein Herz. Er nimmt vollen Anteil an seiner Schöpfung. Er kann sich freuen an den herabstürzenden Wasserbächen, den gewaltigen Stürmen auf dem Meer und den Sternenbahnen im Universum. Alles im Weltall und in den Miniwelten ist Ausdruck seiner Kreativität  und  Macht. Alles läuft nach seinem Plan.

Ob er auch an dem Menschen, an seinem Ebenbild, seine Freude hat? Schon der Säugling  ist Ausdruck seiner schöpferischen Güte, so dass Eltern und andere ins Staunen kommen. Ist es der junge Mensch auch noch, der in Eigenständigkeit seinen Weg versucht? Sind es die Erwachsenen mit ihrem Stress in Beruf, Freizeit und Familie, vielen Wünschen und Zielen, um ihr eigenes Leben aufzubauen - auch auf Kosten anderer? Welche Freude bleibt dann Gott noch bei den Kranken,  Älteren und Benachteiligten, die aus ihrem Jammern nicht mehr herausfinden?

Hat der Mensch wirklich zum Guten der Welt und Geschichte beigetragen?

Sicher, aber es gibt auch so viel Negatives in unseren Tagen: Terror, Krieg, Hunger und Flüchtlingsnot. Wenn Gott an dem allen in der globalen Welt von Herzen teilnimmt, dann kann er nur weinen und Tränen ohne jedes Maß vergießen. Nicht weniger ist es in unserem Alltag, oft schon in den kleinen Dingen wie Hass, Streit und Uneinsichtigkeit. Menschen entzweien sich und machen sich das Leben nachhaltig schwer. Sie denken an sich selbst und lassen Gott mit seinen Taten und Worten außer Acht. Sie versuchen sich grenzenlos zu verwirklichen, ohne sagen zu können, wer sie wirklich sind. In dem sie nur an sich selbst denken und für sich letztlich selbst sorgen, verpassen sie leicht den anderen neben sich. Das ist Schuld; denn keiner hat sein Leben aus sich selbst, noch ist er ohne die Hilfe und Liebe anderer geworden, was er heute ist. Wir leben alle aus einer großen Verbundenheit mit Menschen und können nur sinnvoll unser Leben gestalten, wenn wir es als Menschen im Miteinander verantwortlich wahrnehmen.

Aber das ist ja weithin das Problem aller Menschen weltweit. Immer versucht es jeder auf seine Weise, von Natur aus, die Reihenfolge durchzusetzen:

Ich  -  Du  -  Wir.

  1. wenn ich für mich alles in der Reihe habe, kann ich für den anderen da sein und schließlich auch noch Aufgaben in Kirche, Gesellschaft und Welt übernehmen.

Bei diesem Lebensprogramm:  Ich - Du - wir  hat Gott auch keinen Platz mehr.  Die Folge ist, wenn Gott nicht mehr in meinem Leben vorkommt, dann verfalle ich jeglicher Willkür. Dann setze ich mich ungeschützt allen Ideologien, Illusionen und Religionen aus. Selbst in den Aberglauben und Okkultismus, in  die Esoterik und den Satanskult verlieren sich Menschen. So werden sie leicht Sklaven anderer Mächte - und wollten doch nur die eigene Freiheit.

So ist man im wahrsten Sinn:  G o t t    l o s !

 Dieses  G o t t   -  l o s  nennt die Bibel Sünde und sie meint damit das Getrenntsein von Gott. Also einen Zustand, in dem Gott nicht mehr ernst genommen wird, nicht für voll erklärt wird.

Das hat dann unterschiedliche Konsequenzen.  Da gibt es menschlich gesehen die kleinen Sünden im mitmenschlichen Bereich oder auch die großen Verbrechen in der Gesellschaft und Weltgeschichte. Doch ob groß oder klein - vor Gott ist Sünde Sünde, die aus dem Gelöstsein von Gott und Jesus Christus kommt und Schuld an Gott und Menschen ist.

So kann Jesus sagen: Das ist "die Sünde, dass sie nicht an mich glauben " (Johannes 16.9). Und konsequent gilt dann auch seine Aussage: "Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht"(Johannes  8,34).

Eben aus dem Getrenntsein von Gott, der Ur-Sünde des Menschen, kommen dann auch die vielen oder wenigen Sünden des Menschen wie Lügen, Stehlen, Ehebrechen...

Aus diesem krankhaftem Zwang der Sünde gibt es keine eigene Selbstbefreiung.

Änderungen kann hier nur das Evangelium von Jesus Christus schaffen. Er ruft durch Christen auch heute Menschen zur Umkehr  - das meint Buße - von ihrem bisherigen Weg. Er ermutigt, sich ihm willentlich und  bewusst anzuschließen. Er will Menschen, die ihm nachfolgen und in persönlicher Beziehung mit ihm ihr Leben gestalten. D.h. dann, die sich freiwillig nach seinem Wort richten und ihr Leben entsprechend ausrichten.

Das ist möglich geworden seit den Tagen Jesu, weil er aus Liebe zu Gott und den Menschen den Weg zum Kreuz ging. Er nahm stellvertretend den verdienten Tod für uns und unsere Schuld auf sich. Da Gott dieses Opfer Jesu am Kreuz durch die Auferstehung Jesu beglaubigt hat, gilt seit dem für jeden, der sich darauf einlässt:

         Es gibt Vergebung aller Schuld durch Gott.

         Es gibt ein Freisein von allen Bindungen und früheren Zwängen.

         Es gibt eine Neuausrichtung des Lebens nach dem Willen Gottes.

         Es gibt eine Verbundenheit des Menschen mit Gott,

         so dass der Mensch vertrauensvoll zu Gott Vater sagen kann

         und ihm alles im Leben anvertraut.

Aus dieser Verbundenheit mit Gott können Sie und ich unser Leben wagen, gestalten und durchhalten;         

         denn Gott hat uns lieb und Jesus Christus, der Herr aller Mächte und Gewalten, ist für uns da und geht mit uns seinen Weg.

Ihm voll zu vertrauen, bewahrt vor neuen Zwängen und garantiert eine Freiheit, die sich zu leben lohnt.

Wo ein Mensch sich so auf Jesus Christus einlässt, brechen der Himmel, die Welt der Engel und Gott selbst in unaussprechliche Freude aus.

Ja, im Himmel wird die Freude Gottes und seiner Welt alles durchfluten, wenn nur ein Mensch zu Jesus Christus umkehrt, Buße tut.

Auch Sie können heute den Himmel zu diesem Übermaß der Freude bewegen, zur Freude Gottes aufbrechen!

 

Siegward Busat