"Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft,Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft,
und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht."
  Hebräer 11,1 

 

Das mit dem Glauben ist schon so eine Sache. 

Die einen glauben, 1 Pfund Fleisch ergibt eine gute Suppe. Die anderen öffnen sich leichtsinnig allen Illusionen. Nicht wenige sind den Ideologien und der Esoterik ausgeliefert. 

Im Alltäglichen sagen wir: "Ich glaube, der rief gestern im 16.30 h an. Aber eigentlich wissen wir es nicht mehr genau. "Ich glaube" steht also hier für die Unsicherheit einer Aussage.

Dann erzählt uns ein vertrauter Bekannter ein erlebtes außergewöhnliches Ereignis und wir sagen zu ihm: "Ich glaube dir das". Damit drücken wir aus: "Ich glaube, dass du dieses Erlebnis gehabt hast. Wir sagen damit: Ich nehme es dir ab, dass es sich so objektiv zugetragen hat.

Dann aber haben wir das Stichwort "glauben" noch in einem wesentlicheren Sinn. Martin Luther, der die deutsche Sprache wesentlich geprägt hat, schrieb "glauben" noch  mit "g i l o u b a ", deren Bedeutung wir heute im Wort "geloben" , "Gelübde"  haben. Damit machte er deutlich, beim "glauben" geht es um eine verbindliche Absprache, wie wir sie heute z.B. noch im Begriff "Verlobung" finden. Sie ist juristisch gesehen ein Eheversprechen und kann bei grundloser eigenwilliger Auflösung  gerichtlich belangt werden.