"Spielregeln" für ein langsames Erwachen des Gemeindelebens

Schritt für Schritt geht es wieder los

Gemeindeleben – Das bedeutet normalerweise: Mehr oder weniger viele Menschen kommen zusammen, reden miteinander, lachen, spielen, singen, beten, essen, trinken, feiern…

Ab Mitte März war plötzlich all dies nicht mehr möglich. Das gefährliche „Corona“-Virus war auch nach Dortmund gekommen und breitete sich unbemerkt aus. Nach einer Zeit, in der wir nur noch per Brief oder E-mail, Telefon oder Internet miteinander in Kontakt kommen durften, wurden die Bestimmungen gelockert. Die Verantwortlichen der Kirchengemeinde bekamen Anweisungen von der Landeskirche und vom Kirchenkreis, was wir wieder tun durften und wie wir uns verhalten sollten. Als erstes konnten ab Mai wieder Gottesdienste, Taufen und Trauungen in der Kirche stattfinden. Seit den Sommerferien gibt es auch für andere Zusammenkünfte genaue Schutz- und Hygiene-Konzepte, damit sich möglichst niemand bei einer Veranstaltung der Kirchengemeinde ansteckt.

Um ausreichend Platz zu haben, haben wir zur Zeit keine Trennwände in unserer Segenskirche eingezogen. Für die Gottesdienste stehen ca. 30 Stühle im Abstand von 2 Metern auseinander, an Wochentagen sind Tische und Stühle so aufgestellt, dass etwa 30 Personen mit 1,5m Abstand daran sitzen können. Im Kinder- und Jugendhaus werden die Tische und Stühle auch entsprechend gestellt.

Bei allen Gottesdiensten, bei denen mit erhöhten Besucherzahlen zu rechnen ist (Reformationsfest, Ewigkeitssonntag, Weihnachten), wird eine vorhergehende Anmeldung im Gemeindebüro erforderlich sein.

Grundsätzlich muss Folgendes beachtet werden: Überall, wo Menschen sich bewegen oder den Mindestabstand von 1,5m nicht einhalten kann, muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Nach den z.Zt. geltenden Bestimmungen muß der Schutz auch während des Gottesdienstes getragen werden. Die Veranstaltungen dauern in der Regel nicht mehr so lange wie früher. Im Anschluss an jedes Treffen wird der jeweilige Raum gut durchgelüftet.

Am Eingang müssen die Hände desinfiziert werden. Nach jeder Veranstaltung werden alle Gegenstände, die von den Besucherinnen und Besuchern angefasst wurden, mit Seifenwasser abgewischt, das gilt z.B. auch für Stuhllehnen und Tischflächen.

Von jeder Person, die einen Gottesdienst, eine Gruppenstunde oder andere Veranstaltung besucht, brauchen wir Namen, Adresse und Telefonnummer.  Von den Gruppenmitgliedern, Konfirmandinnen und Konfirmanden und regelmäßigen Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern, haben wir schon fertige Listen. Dann muss nur noch jeweils verzeichnet werden, wer an dem betreffenden Tag da war. Dies ist nötig, damit das Gesundheitsamt im Fall einer Corona-Infektion schnell alle Kontaktpersonen informieren kann.

Singen und Flöten ist sehr schwierig, weil dabei besonders viel Atemluft ausgestoßen wird. Deshalb müssen wir leider weitgehend darauf verzichten.

Offene Nahrungsmittel und Speisen können leicht Viren aufnehmen. Im Gottesdienst feiern wir darum kein Abendmahl. Auch sonst darf kein Essen geteilt werden, es dürfen höchstens abgepackte Einzelportionen ausgegeben werden. Kaffee und Wasser wird von wenigen Mitarbeiterinnen ausgeschenkt, die Mundschutz und Handschuhe tragen.