Kurzpredigt Januar 2026

 „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft“           5. Mose 6,5

 Das neue Jahr ist wirklich neu! Alles ist offen und noch nichts ist wirkliches Geschehen, weder Gedanken noch Worte und Taten sind passiert. Das neue Jahr liegt vor uns wie ein ungeschriebenes Buch. Bis auf die Daten der Kalendertage ist noch nichts eingetragen.

Doch dieses Buch, ja kein Blatt in diesem Buch, wird leer bleiben. Mit unseren Gedanken, Worten und Taten wird jede Seite neu beschrieben. Jede Minute, jede Stunde, jeden Tag und jede Nacht wird einst nachzulesen sein. Selbst unser Nichtstun lässt Aufzeichnungen zurück. Wir werden es immer wieder durch unser Sein und Verhalten jeden Tag mit neuen Informationen über uns füllen, egal ob gewollt oder auch ungewollt.

Die Taten, Worte und Gedanken, auch das Nichtstun, selbst wenn sie nicht zu Papier kommen, werden in unserem Gedächtnis bleiben, von manchen Menschen nicht vergessen werden und vor Gott nie verborgen sein.

Gutes und Schlechtes wird dann zu lesen sein, was Hoffnung weckte und was die Niedergeschlagenheit vermehrte. Jede Aktivität und jede Reaktion unter den Menschen findet in diesem Buch ihren Niederschlag und wird neue Geschichten im Buch festhalten.

Alles, was wir tun und lassen, was wir ausrichten oder auch verpassen, wird verzeichnet. Mag manches Alte und Gewohnte vom Gestern wiederkehren, so ist doch nichts nur einfach eine Wiederholung aus früherer Zeit. Alles, was kommt und sein wird, war so noch nie so da und wird so nie wieder sein.

Leben ist immer life, es geschieht, so wie es sich eben jetztereignet, in seiner Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit. Nichts mehr an Gedanken, Worten, Taten und dem Sich -Versagen kann ungeschehen werden. Es steht eindeutig fest. Es ist nicht mehr auszuradieren, eben wie Schwarz auf Weiß für immer festgehalten.

Doch was wird dann, später, am Ende des Jahres, zu lesen sein? Von welchen Begegnungen wird es berichten? Von welchen Zielen wird es sprechen? Von welchen erfüllten Hoffnungen wird es zeugen? Von welchen Personen wird zu lesen sein? Von welchen erfolgreichen Taten wird es erzählen? Von welchen Resignationen wird es immer noch schreien?

Welche verpassten Gelegenheiten wird es benennen? Welches Versagen aufdecken? Welche Schuld in Klarheit kennzeichnen? Wer und was werden dann vorkommen? Wer und was werden nicht vorkommen?

Worauf waren wir aus? Ging es um unser persönliches Glück? Waren wir vom Wohlergehen unseres Nächsten bestimmt? Lebten wir nur für die Familie, den Verein? Nahmen wir uns konkret der weltweiten Not an? Und was war das uns alles wert? Was setzten wir an Zeit, Kraft und Geld wofür ein?

Welche Zahlen wird man erschrocken oder erstaunt lesen können? Und wenn alles und alle vorkamen –

 Wo blieb eigentlich Gott? Der Gott der Bibel, der die Welt geschaffen hat? Gott, dem wir letztlich unser Leben verdanken? Haben wir an ihn gedacht? Auf sein Wort geachtet? Zu ihm gebetet, für uns, die Familie, Gesellschaft und Welt?

Haben wir Gott Danke gesagt, für alles, was er uns an Gesundheit, Gaben und Kraft schenkte? Sind wir vor ihm erfreut über alle technischen Errungenschaften, medizinischen Fortschritte und unsere Mobilität in der Welt? Und wann haben wir es ihm auf welche Weise gesagt - in Gebeten, in Liedern, in Opfern oder auch persönlichem Einsatz für ihn und andere?

Haben wir anderen gesagt, dass eben dieser Gott in unserem Leben eine Rolle spielt? Dass wir ihn lieben, ihm dienen und ihn bekennen? Ja noch mehr, dass wir diesen Gott von ganzem Herzen, mit aller Kraft und aller Intensität unseres Inneren lieben? Also: dass Gott nicht mehr nur eine Rolle in unserem Leben spielt, sondern Gott der immer neue Bezugspunkt unseres Lebens ist?

Haben wir bekannt, dass eben dieser Gott uns nicht nur das Leben gab und erhalten hat, sondern auch seinen Sohn Jesus Christus in die Welt gab?   

Gemeint ist Jesus Christus, wie ihn das Neue Testament bezeugt!

Jesus Christus, der uns von Gott erzählte und Informationen über die Welt, den Menschen und die Zukunft gab.

Jesus Christus, der am Kreuz für unsere Schuld und die Schuld aller Welt stellvertretend für uns sein Leben in grausamem Schmerz am Kreuz aushauchte?

Jesus Christus, den Gott von den Toten auferweckte als Garant für eine neue Zukunft im Jetzt der Zeit und jenseits des Todes in der Vollendung des Reiches Gottes.

Jesus Christus, der uns unsere Schuld vergab und einen neuen Anfang setzte, das Leben noch einmal neu zu beginnen: vor Gott, mit ihm und der Gemeinde Jesu in der Welt?

Jesus Christus, der uns hilft, unseren Platz im Großen der Welt und im Kleinen des Alltags zu finden und sinnvoll zu gestalten?

 

Aus Gottes Sicht haben wir unseren Platz in der Welt und damit Sinn und Ziel unseres Lebens erst gefunden, wenn wir ihn lieben von ganzem Herzen, mit dem ganzen Vermögen unseres Innersten und mit aller verfügbaren seelischen, körperlichen und geistigen Kraft (5. Mose 6, 5)

Diesen Platz in der Welt können wir heute schon einnehmen und unser Leben findet eine sinnvolle und zukunftsträchtige Gestalt.

Siegward Busat

 

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