Adler!

Geschichten mitten aus dem Leben

 

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Es ist ein lauer Abend im August. Das Wetter ist einfach schön - nicht zu heiß, nicht zu kalt, trocken. An meinem ersten Urlaubstag im schönen Allgäu sitze ich erschöpft vom Wandern, aber glücklich, auf meinem großzügigen Hotel-Balkon und lasse den Tag mit einer großen Tasse Tee ausklingen. Ich habe einen großartigen Blick auf die Schlösser „Neuschwanstein“ und „Hohenschwangau“ und auf die Alpen und kann mein Glück kaum fassen, dass ich es mit der Wahl der Urlaubsunterkunft in diesem Jahr so gut getroffen habe.

Ich lasse den Tag revuepassieren, freue mich darüber, viel Schönes gesehen und erlebt zu haben, genieße nun nach diesem gelungenen ersten Urlaubstag die Ruhe und Stille des Abends, den Moment, und sitze einfach nur da und schaue mir die wunderbare Gegend an. Es ist nichts zu hören. Es ist einfach schön, ruhig, erholsam. Nach den ganzen Aufregungen und dem Stress der letzten Wochen und Monate kann ich nun endlich mal die Seele baumeln lassen. An mich denken – mich an schönen Dingen erfreuen – einfach nur in die Gegend gucken, ohne etwas tun zu müssen. Ich freue mich. Herrlich!

Menschen, bei denen jeder Tag gleich aussieht, können sich auch gleich ins Grab legen!!

Geschichten mitten aus dem Leben

 
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„Menschen, bei denen jeder Tag gleich aussieht, können sich auch gleich ins Grab legen!“

Ich stecke in Urlaubsvorbereitungen. Obwohl Corona noch immer nicht den Schrecken verloren hat, beschließen mein Mann und ich in diesem Jahr endlich mal Urlaub zu machen, endlich mal wieder raus. Wir haben uns dazu entschlossen, wandern oder wenigstens spazieren zu gehen, je nachdem, wie es so läuft. Ganz allein für uns.

Wir finden es für den Anfang eine gute Idee, uns Trekking-Stöcke zu besorgen. Gesagt – getan. Wir stehen also in der Wanderabteilung eines Sport-Ausstatters, begutachten das Sortiment, als ich nicht weit hinter mir eine laute Stimme vernehme:

„Ey, ehrlich. Menschen, bei denen jeder Tag gleich aussieht, können sich auch gleich ins Grab legen!“ höre ich da in einer Lautstärke, so dass alle Kunden und Mitarbeiter diesen Satz zu hören bekommen, ob sie nun wollen oder nicht.

Unverbindlich grüßen!

Geschichten mitten aus dem Leben

 

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  Wir sind auf dem Weg zu unserem Feriendomizil in Nordfriesland. Die Autobahn haben wir nun schon hinter uns gelassen und wir sind sozusagen auf der Zielgeraden und fahren gerade über eine Landstraße weiter Richtung Norden. Mein Mann fährt, den Blick auf die Straße gerichtet, und ich betrachte währenddessen immer gern die Landschaft, die während der Fahrt an uns vorüberzieht. Rechts und links der Landstraße befinden sich breite Radwege, dahinter erstreckt sich das typisch flache Land. Ich sehe Windräder, viele Windräder, Bäume, Sträucher, Felder, Weiden, Kühe und Kälbchen in allen farblichen Schattierungen, die diese Spezies so zu bieten hat. Wir kommen an Schafen, Lämmern und Ziegen vorbei. Sie liegen faul im Gras oder fressen genüsslich oder gelangweilt – man weiß es nicht so genau. Manche Lämmer laufen ihren Müttern hinterher auf der Jagd nach Muttermilch. Einfach eine schöne Landschaftsidylle. So darf Urlaub anfangen. Auf der rechten Seite sehe ich einen Feldweg, auf dem sich eine größere Gruppe von Fahrradfahrern nähert. Ich schätze so 10 bis 15 Fahrradfreunde haben sich zu einer schönen Landpartie zusammengetan, um das herrliche Wetter zu nutzen und die Gegend zu erkunden.

Erinnerungen an früher!

Geschichten mitten aus dem Leben

 

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Es ist Sommer. Der Himmel ist hellblau, die Sonne strahlt und die Luft ist warm. Und das Beste: Es ist Wochenende! Mittagszeit. Viele der Nachbarn sind gerade in Urlaub, daher ist es rings um mich herum schön ruhig. Was gibt es da Schöneres, als in den Garten zu gehen, sich eine Gartenliege zu schnappen und sich genüsslich darauf auszustrecken, die Augen zu schließen und ein bisschen zu dösen. Nichtstun. Ausruhen. Schlafen. Ruhe! Herrlich!

Aber – was ist das – schon nach kurzer Zeit, so kurz vorm Einnicken, höre ich in immer gleichmäßigen Abständen ein monotones Gurren: „Guru – Guru“. Och nö! Muss das jetzt sein? Wie soll man bei dem Krach denn schlafen? Ich öffne die Augen und schaue, woher dieser „Lärm“ denn wohl kommen mag.

Guck mal, Papa!

Geschichten mitten aus dem Leben

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„Guck mal, Papa – ist das schön bunt …!?“

Es ist kurz vor Ostern. Frühlingszeit also. Noch ist nicht alles in der Natur erwacht. Und um der Farbenpracht des Frühlings ein bisschen auf die Sprünge zu helfen, wollen der Hausmeister und ich das Außengelände unserer Segenskirche ein wenig ansprechend gestalten und Farbakzente setzen und mit bunten Ostereiern aufhübschen. Außerdem möchten wir würdigen, dass so viele fleißige Hände bei der Gestaltung der Dekoration im letzten Jahr mitgeholfen haben.

Woran erkennt man alte Leute? … Sie reden ständig von früher!

Geschichten mitten aus dem Leben

 
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Woran erkennt man alte Leute? … Sie reden ständig von früher!

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit meiner Freundin zum Spazierengehen verabredet. Wir kennen uns schon seit über 30 Jahren. Wir haben uns in der Spielgruppe der Kirchengemeinde kennengelernt, damals als unsere Kinder gerade mal ca. 1 Jahr alt waren.

Mittlerweile sind die Kinder um die 30 Jahre alt, längst aus dem Haus. Doch auch, als sich unsere Wege damals, als die Schule für die Kinder losging, trennten, so haben wir uns doch nie aus den Augen verloren und immer Kontakt gehalten.

Wir haben uns nun schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Corona hielt uns auf Abstand. Aber draußen an der frischen Luft durch die Natur wandern, das geht jetzt wieder.

Das Wetter ist schön, kalt zwar, aber nicht schmuddelig, sondern sonnig. Also spazieren wir los - fernab von Straßenlärm und vielen Menschen genießen wir die Natur und freuen uns, dass wir einmal ein bisschen Zeit für uns haben und die bedrückenden Gedanken dieser Zeit für eine kurze Zeit beiseiteschieben dürfen.

Der Weg zur guten Laune.

Geschichten mitten aus dem Leben


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Es ist Samstag - noch früh am Morgen – Wochenende – und doch stehe ich mit trüben Gedanken auf. Zeit, diese versuchen, an die Seite zu packen, und sich was Gutes zu tun - um bessere Laune zu bekommen.

Mal wieder Musik hören, das habe ich schon lange nicht mehr gemacht (außer vielleicht beim Autofahren nebenher). Vielleicht wäre das was, um trübe Gedanken, Sorgen und Ängste ein bisschen zurückzudrängen; es passiert gerade so viel Beunruhigendes in der Welt. Also öffne ich den Schrank und durchforste die CD’s auf der Suche nach Gute-Laune-Musik. Bei Peter Maffay bleibt mein Blick hängen. Das ist doch schon mal was. Ja, rockige Musik gepaart mit einer beruhigenden sonoren Stimme, mal schnell, mal langsam. Perfekt! Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Aber ich find’s gut. Genau das Richtige für mich. CD eingelegt und los geht’s.

Überraschender Besuch.

Geschichten mitten aus dem Leben

                           
 Foto: Anja Drechsler

Es ist Februar. So langsam schlägt einem diese Jahreszeit auf’s Gemüt. Wem eigentlich nicht!? Es ist seit Wochen, ja Monaten dunkel. Morgens beim Aufstehen, tagsüber, weil der Himmel wolkenverhangen ist. Es regnet, hagelt, es ist windig und kalt und am Spätnachmittag ist auch schon wieder finster. Die Sonne - meistens Fehlanzeige. So langsam reicht es. Zugegeben: So ist es halt im Winter, normal halt, wie jedes Jahr eben, da gab es schon schlimmere Winter – doch so langsam könnte der Frühling schon kommen.

Heute ist es doch tatsächlich mal nicht nur dunkel. Ja, es soll bald wieder regnen, aber die Sonne hat sich durch die Wolken gemogelt und ich freue mich, dass ich nicht, wie sonst immer, im Dunklen fahren muss. Nein, die Sonne blendet stellenweise sogar, beim Autofahren eher suboptimal, aber ich will mal nicht meckern.

Das Hochzeitskleid.

Geschichten mitten aus dem Leben

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Ich sehe eines Abends zufällig die Regional-Nachrichten. Es läuft gerade ein Beitrag über ein Brautmoden-Geschäft, dass gebrauchte ältere Brautkleider verkauft. „Vintage“ nennt man das wohl heute. Eine großartige Idee, wie ich finde.

Ich denke so bei mir: Du hast doch auch noch dein Brautkleid! OK, über drei Jahrzehnte alt, aber top in Schuss – wie man so schön sagt. Ob die das vielleicht haben möchten? Ich will ja gar nichts dafür haben. Mir würde doch reichen, wenn es eine zweite Chance bekäme. Wegschmeißen geht gar nicht.

Ich habe es all die Jahre aufgehoben, weil mir die Vorstellung gefiel, wenn ich mal Töchter habe, dass die es vielleicht mal tragen würden. Man könnte ja abändern, färben, muss ja kein Brautkleid bleiben … Ja, nun habe ich tatsächlich Töchter. Diese zeigen aber so gar kein Interesse an diesem Kleid.

Netter Mensch! Es gibt sie, ja, man nimmt sie nur selten wahr.

Geschichten mitten aus dem Leben

Dieter Schütz_pixelio.de

Vor ein paar Tagen musste ich beruflich zur örtlichen Bank und machte mich sehr früh morgens auf den Weg. Da ich auf dem Weg ins Büro an der Bank vorbeifahre, fuhr ich etwas früher los, denn morgens um viertel nach sieben sind noch nicht so viele Leute unterwegs. Ich hielt an, parkte mein Auto auf dem Parkstreifen, ging in die Bank, um eben schnell einen Kontoauszug auszudrucken.