"Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte"                                          1. Korinther 7,23       

 

Jeder Mensch hält sich für ein freies Wesen. In allem, was er will, denkt und tut, meint er sich selbst zu verwirklichen. In diesem Streben und Engagement erreicht er im Laufe seines Lebens viel. Nicht nur im Beruf, sondern auch in der freien Zeit. Wer es geschafft hat, ist in der Gefahr, auf andere Einfluss auszuüben, das Sagen zu haben. Je mehr einer hat, an Geld, Ansehen, Erfolg und Macht, je mehr meint er, bestimmen zu können und das Leben anderer zu verändern. Doch auch wenn das in guter Absicht geschieht, ist der Einzelne doch nicht frei und sicher, unabhängig von Ideologien und Religionen, Menschen und Mächten bestimmt zu sein. Immer ist der Mensch schon vorgeprägt durch Erziehung, Umwelt und Weltanschauung der Eltern und Verwandten. Auch Freunde und Verhaltensweisen anderer im Alltag haben  Auswirkungen auf unsere Lebensgestaltung. So frei, wie wir meinen zu sein, ist keiner. Immer sind wir aufs Miteinander angewiesen. Keiner will in ständiger Einsamkeit sein Leben vertun. Wie gut!

Da keiner allein auf der Welt ist, auch sein Leben nicht allein bewältigen kann, weder als Säugling noch als Greis, bleibt er in Abhängigkeiten. Die Meinungen und Werte der anderen kann er nicht einfach überspielen. Wer nicht mitmacht, wenn es um negative Bewertungen anderer geht, der Lüge keinen Raum gibt und sich als Streber in der Schule und im Arbeitsprozess zeigt, wird leicht zum Außenseiter.