"Jesus Christus spricht: Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."  Matthäus 28,20       

                                                         

Alleinsein kann schön sein. Für sich selbst sinnvoll die Zeit genießen, ist ein Geschenk. Einmal ohne alle Herausforderungen, Fragen und Belastungen durch andere leben zu können, macht froh und frei. Ein Stück Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten zu können, lässt aufatmen. Auch Stunden der Muse können dann zu Augenblicken des Himmels auf Erden werden. Doch wo kann man ungestört für sich allein sein? Die immerwährende Insel des Glücks ist uns allen versagt.

Immer wieder, wo wir uns auf dieser weiten Erde bewegen, sind wir nie allein. Immer treten Menschen in unseren Blick. Sie haben ihre Erwartungen an uns. Sie leben nach ihrem Konzept. Sie möchten  uns gerne in ihre Vorhaben und Interessen einspannen. Das ist oft mit Anfragen, Ansprüchen, Aufgaben und großen Leistungen verbunden. Wenn wir uns den andern stellen, die uns als Lastenträger voller Hoffnung sehen und  bewundern, kommen wir oft an Grenzen unserer Möglichkeiten. Wollen wir uns dem Andern wirklich stellen und ihn begleiten, dann fehlt es uns oft an Intension, Kraft, Zeit und Mut, dem Andern wirklich zu begegnen. Und Begegnung heißt ja, dem Andern beizustehen und zu begleiten, offen für sein tatsächliches Leben mit allen Höhen und Tiefen, mit dem Gestern und Heute zu sein und ihm neue Möglichkeiten zu eröffnen.