Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht seinem Fleisch und Blut!    Jesaja 58, 7       

Dieses Wort wurde einst durch den Propheten an das Südreich Juda in Israel gerichtet. Es meint die Zeit nach dem Exil aus Babylon, der Gerichtskatastrophe Gottes an seinem Volk. Während die Juden wieder in ihrem Land sind, Häuser und den Tempel aufbauen – also ihr Leben ausbauen und gestalten, denken viele nur an sich. Doch neben ihnen haben die „Notleidenden…die Schar der sozial Schwachen“ ihr Dasein zu fristen. „Entrechtete, Ruinierte, Sklaven, Gefangene, Hungernde, Heimatlose, Frierende“, (Volz, zit.  ATD, Jesaja, S. 269) werden übersehen.