"Wer im Dunkeln lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott."                                          Jesaja 50,10       

Wer einen Weg geht, kann nie sicher sein, ob er sein Ziel noch in der Helligkeit erreicht. Vieles kann sich auf dem Wege in den Weg stellen. Manche Hindernisse, Unsicherheiten und Herausforderungen vielfältiger Art schaffen Verzögerungen. Sie rauben uns sinnlos Zeit. Schnell bricht die Nacht über uns herein. Wenn dann noch der Mond und die Sterne durch Wolken verdeckt sind, umgibt uns nur noch Finsternis. Wenn dann auch keine Lichter in der Ferne  aufleuchten, wissen wir nicht, wie es weitergehen kann. Wir sind vielen unsichtbaren Gefahren ausgesetzt. Vor unseren Augen erscheint alles in Schwarz. Jede Orientierung ist dahin. Wir können nur im Dunkeln tappen, verlaufen uns leicht und wissen nicht, wo wir landen. So kann man nur noch in der Dunkelheit umherirren. Man bewegt sich, versucht dieses und jenes, aber alles scheint sinnlos zu sein, da man sein Ziel nicht findet und den Weg dahin nicht kennt.

Das, was allen in dieser Welt passieren kann, hat für viele weitgehende und harte Konsequenzen. Die Dunkelheit einer Nacht können viele noch gut überstehen, wer aber im Dunkeln l e b e n muss, verfällt leicht der Resignation.