Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen   Apg. 5,29

Wenn Gott der Schöpfer der Welt ist, Himmel und Erde - umfassend für den ganzen Kosmos gedacht – geschaffen  hat, dann ist er auch der Herr der Weltgeschichte und der Herr jedes Menschen. Dann erweist sich Nietzsches Version von dem Mann, der am Tage mit einer Laterne auf dem Marktplatz Gott sucht und nicht findet, als eine freche Illusion. Dann ist die Konsequenz, die er zieht: ‚Gott ist tot!‘  eine glatte Lüge. Eher muss man seiner Aussage zustimmen: „Wir haben ihn getötet!‘ Aber kann man töten, was nicht lebt und nicht existiert? Widerspricht sich Nietzsche damit selbst?

Sicher, es gibt eine Reihe von Atheisten, in Theorie und Praxis. Sie wollen Gott nicht gelten lassen und kommen doch von ihm nicht los, auch wenn sie ihn nur immer wieder verneinen  müssen und sich in ihrer Gottlosigkeit behaupten. Sie können Ihn einfach nicht für immer vergessen; denn überall begegnet ihnen Gott in seinem vielseitig kreativen Werk der  Schöpfung: Da sind die erkannten Naturgesetze, die berechenbaren Bahnen der Planeten, das Biologie-Wunder unseres Körpers. Wer all diese Tatsachen, Kräfte und Wirklichkeiten im Naturgeschehen und in der  Vielseitigkeit des Lebens beobachtet, bleibt lebenslang vor der Frage: Soll alles von selbst geworden sein, wo sich doch in unserem Alltag von selbst nichts tut, noch Geschehen auslöst und Geschichte macht?